Gaming-Kultur im Fokus: Zwischen Faszination, Sexismus, und rechtsextremer Ansprache
10.11.2025
Gaming ist längst mehr als ein Hobby - es ist ein zentraler sozialer Raum für viele junge Menschen. Wie in diesen digitalen Welten Gemeinschaft, Kreativität und Austausch entstehen, aber auch sexistische und rechtsextreme Dynamiken wirken können, stand im Mittelpunkt des Workshops „Gaming-Kultur im Fokus“, der am 10. November 2025 in Halberstadt stattfand.
Eingeladen hatte das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen- Anhalt e.V. (KgKJH) in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Harz. Geleitet wurde der Workshop von Matthias Heider (RadiGaME), wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs Digitale Konfliktforschung.
Der ganztägige Workshop bot abwechslungsreiche Inputs und praxisnahe Übungen. Nach einer Einführung in die Gaming- Kultur, von Plattformen wie Twitch und Discord über aktuelle Zahlen bis hin zu Gaming als Sozialraum, diskutierten die Teilnehmenden die Potenziale und Gefahren des Gamings. Anschließend ging es um die Frage, warum rechtsextreme Akteure Gaming- Räume für sich nutzen und welche Präventionsstrategien dem entgegenwirken können. In einer abschließenden Innovationswerkstatt entwickelten die Teilnehmenden kreative Ideen, wie lokale Präventions- und Bildungsprojekte im Harz umgesetzt werden können.
Der Workshop zeigte, dass Gaming weit über den Freizeitbereich hinausgeht. Es ist ein wichtiger kultureller und gesellschaftlicher Raum, der sowohl Risiken als auch große Chancen für pädagogische Arbeit und Extremismusprävention bietet.

